Sodbrennen – Häufige Fragen

  1. » Chronisches Sodbrennen
  2. » Sodbrennen abends
  3. » Folgeerkrankungen durch Sodbrennen
  4. » Sodbrennen – Dauer

Chronisches Sodbrennen

Tritt Sodbrennen über einen längeren Zeitraum regelmäßig auf, wird es als chronisch bezeichnet. Im Unterschied zum akuten Sodbrennen basiert es auf einer Erkrankung, dem pathologischen (krankhaften) Reflux von Magensekret in die Speiseröhre mit folgender chronischer Entzündung der lokalen Schleimhaut (Refluxösophagitis).

Chronisches Sodbrennen erkennen

Typische Schmerzen ausmachen
Der Schmerz bei Sodbrennen äußert sich bei dem Betroffenen als brennend und in der Brust. Meist tritt dieser nach einer Mahlzeit auf und verschlimmert sich, sobald sich die Person in Schlafposition begibt.

Erkrankungen mit gleichen Symptomen ausschließen
Unbedingt sollten auch andere Erkrankungen, die ebenso einen brennenden Schmerz in der Brust verursachen können, in Betracht gezogen werden. Hierzu zählen zum Beispiel Magengeschwüre.

Warum tritt Sodbrennen häufig am Abend auf?

Sodbrennen wird durch üppige, fettreiche und scharf gewürzte Mahlzeiten ausgelöst. Auch auf den Genuss von Alkohol folgt oft Sodbrennen. Da viele Menschen abends gut essen und auch ein Bier oder ein Glas Wein genießen, leiden sie am Abend an Sodbrennen. Zusätzlich trägt später am Abend die waagerechte Lage im Bett dazu bei, dass Magensekret in die Speiseröhre aufsteigt und Sodbrennen verursacht.

Welche Folgeerkrankungen entstehen durch Sodbrennen?

Sodbrennen quält einen Patienten nicht nur akut, es kann auch weitreichende Auswirkungen haben. Durch Magensäuretropfen, die in die Lunge gelangen (Mikroaspiration), kann Asthma entstehen. Besonders bei Kindern, die regelmäßig unter Bronchitiden mit einer asthmatischen Komponente leiden, empfiehlt sich eine Untersuchung auf Rückfluss von Magensekret in die Speiseröhre. Eine weitere Gefahr ist die chronische Entzündung der Speiseröhrenschleimhaut, die Refluxösophagitis. Jeder zehnte Erkrankte entwickelt einen Barett-Ösophagus, eine Umwandlung der chronisch gereizten Schleimhaut in eine weniger widerstandsfähige Zellform. Die Schleimhaut der Speiseröhre ist somit anfälliger für Geschwüre und im Ernstfall entsteht ein bösartiger Tumor, ein sogenanntes Ösophaguskarzinom.

Sodbrennen und die Gefahr dahinter
Die Geschwüre können zu einer lebensbedrohlichen Blutung führen. Wird der Reflux bei diesen Patienten behandelt und der ständige Reiz der Schleimhaut durch die Magensäure endet, erholt und normalisiert sich die Schleimhaut der Speiseröhre wieder. Auch der Kehlkopf wird bei Sodbrennen in Mitleidenschaft gezogen und die Reizung der ungeschützten Schleimhaut verursacht Heiserkeit und Halsschmerzen. Da das Magensekret bei saurem Aufstoßen bis in den Mundraum gelangen kann, besteht ein Risiko für die Zähne und das Zahnfleisch. Die Magensäure greift den Zahnschmelz an und zerstört so langsam die Zähne. Eine sorgfältige Mundhygiene ist bei Sodbrennen besonders wichtig.

Wie lange hält Sodbrennen an?

Akutes Sodbrennen rund 2 Stunden
Sodbrennen ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Da es sehr viele verschiedene Auslöser gibt, variiert auch die Dauer einer Episode. Bei akutem Sodbrennen, zum Beispiel nach einer fettreichen Mahlzeit, kann der Betroffene von einer Dauer von etwa zwei Stunden ausgehen. In diesem Zeitraum beruhigt die Schleimhaut sich ohne Therapie wieder.

 

Aktualität

Stand: 05.09.2013